Beim Kommunikationstraining geht es um die Kommunikation zwischen “Hund und Hund”.

Für wen sind Kommunikationstrainings geeignet?

Kommunikationstrainings eignen sich für Hunde, welche in der Hund:Hund-Kommunikation unentspannt oder einfach unsicher sind. Sei es, weil sie schlechte Erfahrungen gemacht haben oder einfach keine oder zu wenig Erfahrung darin haben. Viele Hunde reagieren dann mit der Strategie “Fight” – vor allem wenn man sie überfordert, z.B. in dem man ihnen die anderen Hunde zu nahe auf die Pelle rücken lässt.

Zum einen kann hier mit Social Walks wertvolle Vorarbeit geleistet werden – als Weiterführung bieten sich die Kommunikationstrainings an. Wir möchten Hunden helfen ihre Kommunikationsmöglichkeiten wieder zu entdecken – oder neu zu entdecken – so weit dies möglich ist.

Wie läuft ein Kommunikationstraining ab?

Das Kommunikationstraining dauert ca. 1 – 1.5 Stunden und es können max. 5 Hunde daran teilnehmen – wobei nicht immer alle Hunde gleichzeitig “aktiv” sind. Oft arbeiten wir nur mit zwei Hunden, während die anderen im Auto warten – wir möchten keinen Hund überfordern: weniger ist mehr.

Die Hunde tragen ein gut sitzendes Brustgeschirr und werden an einer Schleppleine geführt. Sie sollen sich “vom Menschen lösen” und dürfen dann erst mal die Umgebung abschnüffeln – während sie die anderen Hunde in genügend Distanz wahrnehmen dürfen. Von da an entscheiden (mehr oder weniger) die Hunde was passiert.

Selbstverständlich kontrollieren wir alle Situationen und lenken die Hunde frühzeitig um, sollte es sich in eine unerwünschte Richtung entwickeln. Unser Ziel sind friedliche Erfahrungen – auch wenn das bedeutet, dass der Abstand erst mal etwas grösser bleibt. Hunde können auch so oder indirekt kommunizieren. Das heisst, der Hund bekommt Hilfe, wo er Hilfe benötigt (auch um keinen Unsinn anzustellen/zu lernen) – wobei er möglichst viele Entscheidungen selbst treffen soll. Wir beobachten und geniessen, schmunzeln hin und wieder und lernen unsere Hunde noch besser kennen.

Jeder Hund trägt einen gut sitzenden Maulkorb. Nicht, weil wir die Hunde überfordern wollen nach dem Motto “jetzt muss er da durch, es kann ja eh nix passieren”. Nein! Wir tun nix, was wir den Hunden ohne Maulkorb nicht auch zutrauen würden. Doch sicher ist sicher und diese Sicherheit trägt v.a. beim Menschen massgeblich zur Entspannung bei. Und sollten wir uns doch mal irgendwie verschätzen, haben wir den Maulkorb als Backup. Better safe than sorry.

Was darf ich von einem Kommunikationstraining erwarten?

Auf jeden Fall keine “Wunder” – jedoch viele schöne Momente: auch wir werden besser werden darin, die Sprache unserer Hunde zu lesen.

Das Ziel ist es definitiv nicht, dass die Hunde möglichst schnell Kontakt haben – im Gegenteil. Wir geben ihnen ihre Zeit. Hunde mögen i.d.R. kein Speed-Dating. Die kleine Kommunikation auf Distanz ist das, was wir üben und fördern wollen. Denn das ist es, was viele Hunde verlernt haben, die lange nur noch über die Strategie “Fight” kommuniziert haben.

Kommunikation unter Hunden muss nicht “Körperkontakt” bedeuten – dazu haben sie ein viel zu grosses Repertoire an Kommunikationsmöglichkeiten. Hunde, die sich im Freilauf z.B. mit viel Anlauf auf andere Hunde losstürzen, können hier erleben, dass es auch andere, höflichere Wege zur Annäherung oder sogar zu Kontaktaufnahme gibt …

In den Kommunikationstrainings geht es keinesfalls darum, unseren Lieblingen andere Artgenossen aufzudrängen oder sie sonst in Situationen zu befördern, welchen sie lieber aus dem Weg gehen würden. Hier bestimmen die Hunde selbst, was sie zulassen möchten und was nicht – bei welchem Vierbeiner sie die Nähe und vielleicht sogar den Kontakt suchen und welchen sie lieber aus dem Weg gehen.

Den direkten Kontakt werden wir je nach Hund allenfalls sogar bewusst vermeiden – es sollen alle mit mehr Selbstvertrauen nach Hause gehen, als sie mitgebracht haben. Kein Hund soll negative Erlebnisse mit nach Hause nehmen.

Es ist gut möglich, dass Hunde hier über sich hinaus wachsen und sogar Hundefreundschaften entstehen. Doch dazu gibt es keine Garantie – und es ist auch nicht das eigentliche Ziel der Kommunikationstrainings – sondern der Weg des Kommunizierens an sich.

Voraussetzung für die Teilnahme

Im Kommunikationstraining ist es besonders wichtig, dass wir die teilnehmenden Hunde kennen und einschätzen können.

  • Die Mensch-Hund-Teams arbeiten bereits seit einiger Zeit mit amicanis – wir kennen das Mensch-Hund-Team gut
  • Das Mensch-Hund-Team hat bei amicanis bereits Social Walks besucht
  • amicanis hat dem Mensch-Hund-Team das „GO“ gegeben an Kommunikationstrainings teilzunehmen
  • Gutes Schleppleinenhandling (kann gerne mit amicanis trainiert werden)
  • Der Hund ist an das Tragen eines Maulkorbs bestens gewöhnt. D.h. er kann den Maulkorb auf einem einstündigen Spaziergang tragen und hat trotzdem genau so viel Spass (kann gerne mit amicanis trainiert werden)
  • Einhaltung der AGBs 

Details

  • Durchführungsort: Region Irchel / Hönggerberg / Käferberg
  • Dauer: ca. 60 – 90 Minuten
  • Das Training findet bei jeder Witterung statt
  • Gegenleistung: CHF 65.00

Mitbringen

  • Tuch/Tücher, damit dein Hund im Auto auch wirklich Pause machen und dann entspannt in seine Session starten kann. (Wenn Hunde aus dem Auto heraus andere Hunde beobachten, sind sie meistens bereits sehr aufgeregt. Das würde unserem Ziel im Kommunikationstraining nicht dienen).
  • Gut sitzender Maulkorb
  • Gut sitzendes Brustgeschirr
  • Schleppleine ca. 5 Meter
  • Wasser für den Hund
  • Normales Futter und